Tat tvam asi – Frühe Tagträumereien in den Hügeln des Klettgau

Allerliebste Seele von Karin

Ja, ich bin verliebt, ganz schlimm verliebt. Und ich merke, wie mein Ego leidet, sich windet in einem unwirklichen Schmerz!

Und wenn ein Ego verliebt ist, meines dann, will es besitzen, über die wohligen Gefühle verfügen, sie kontrollieren und auch Macht über das Herz einer Anderen gewinnen , alles habhaft machen, was diese Empfindungen auslöste, dauerhaft. Um sich all das Geliebte und Gewünschte und lang Ersehnte und eben auch das lang Vermisste einzuheimsen.

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Doch die weise Seele mahnt: Sei ein Freund, ein echt spürbarer Freund, der Seele des Anderen! Nimm nicht Besitz, versuch nicht zu kontrollieren, beanspruche nichts und erwarte ebenso wenig! Es gibt weder Mangel noch Versiegen – bloss Fülle! Erkenne und vertraue!

So echt, authentisch, wie du dich dann zeigst, wirst du alles von dir offenbaren: nicht allein deine Liebe, deine Zärtlichkeit und darüber hinaus deine Liebesfähigkeit, sondern auch Deine Verwundbarkeit und die Verletzungen, die dein eigenes Herz mit sich trägt. Jedoch ohne die Bitte, die oder der Andere möge es doch tunlichst heilen und in Balsam hüllen.

Sei dankbar und bleibe es, für alles was ihr in diesem zärtlichen Gefühl austauscht. Empfange alles wie ein unschätzbar kostbares Geschenk: eine feine Regung im Gesicht, eine sanfte Berührung, ein leichtes Streicheln los, ein gehauchtes Wort, ein Kuss vielleicht und jedes kleine, noch so sachte Antasten, Haut auf Haut. Und durch diese Dankbarkeit wirst du Demut erfahren – mehr noch, du wirst sie durch deinen Körper erleben und so dem Herzen vollends erschliessen. Es gibt keinen Verlass und schon gar keine Sicherheit, jedoch Gewissheit, indem sie dich vertrauen lässt: in unsere Seelen, in die Geschicke derselben und in einen höheren Plan, geschrieben von einer Macht – wovon wir letztlich Teil sind – und was wir ursprünglich abgesprochen haben.

Wie schön ist es, so verliebt zu sein – genau so: all das Beben, Zögern, Zweifeln und Zittern zwischen so lieblichen Gefühlen, was leiden lässt, unsäglich leiden. Und das Hoffen und Bangen dich quälen, weil du noch keine Klarheit und Aussicht erkennen kannst, welche dein Zutrauen nähren könnte. Ganz achtsam in dich hinein geschaut wirst du vielleicht dieses Bild erblicken: Ein wunderschön strahlender Lotus entfaltet sich bald über einem Sumpf – dem Morast aus diesem Gewusel. Und er wird dich heissen, mutig zu sein und in dieser Zuversicht dich klar offenbarend in all deinem Tun, Lassen und Wirken aus dieser tiefen Einsicht auszudrücken: Es ist nun nicht mehr das Wünschen, Wollen, Begehren und Verlangen des Menschlichen. Sondern wahrhaftige Absicht und so einem Plan folgend, den die Seelen unter sich ausgemacht haben. Ob ein göttlicher Plan, sei einerlei – schicke dich darin und dein Wesen darf vollenden. Finde zur Herzenseinsicht: es gibt wohl Schmerz, jedoch kein echtes Leiden.

Und während meine Finger an den Konturen Deines Gesichtes entlangfahren, dabei die Läppchen Deiner Ohren liebkosen und sich im Dickicht Deiner lockige in Haaren verfangen – wohl fest zusammen gesteckt – klären sich weiter Gedanken, Empfindungen, was auch immer! Jene entschwinden, diese indes erlangen im Bewusstsein klaren Ausdruck.

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Ich mache Dich nicht zur Gebieterin meines Herzens – Deine Seele allein ist Gebieterin des Deinen und meine Seele des Herzens mein. Doch was sie untereinander ausmachen, werden unsere Herzen zum Ausdruck bringen. Ja, das Ego darf ruhig aussen vor bleiben und dort, wo mein Bewusstsein die Botschaften des Herzens zu entschlüsseln vermag, wird das Sehnen etwas Stärkerem weichen: dem Vertrauen, dass eine mächtigere Kraft schon zusammenführe, was zusammenfinden darf. Und in diese Verbindung wird sie Aufgaben beordern, welche denn so geeinten Wesen dahingehend dienen soll, damit die so verbundenen Seelen sich optimal entfalten und ihr Geschick nun auf die individuell vereinbarten Aufgaben ausrichten, vielleicht sogar gemeinsam darauf hinzu wachsen. Worauf sie letztendlich nicht Zugang, sondern Eingang finden in dem Höheren, Mächtigen, dem Ursprung allen solchen Seins!

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