60 Minuten

Ganz langsam schob seine rechte Hand die Haare vom Ansatz her nach oben. Mitten auf dem Hinterkopf blieb seine Hand über einem weichen Büschel stehen. Noch während die warme Handfläche ihr wohligen Schauer auslöste, der sanft seidig fliessend ihren Körper einhüllte, genoss Laurent bereits das Gleiten ihrer dichten, festen Haare, die langsam über seine Handkante glitten. Zwischen dem Kragen ihrer Bluse und den ersten Strähnen zeigte sich feinporige, weiche Haut über einem ästhetisch – wie ihm jetzt schien, hatte er Lucia doch noch nie aus dieser Distanz betrachtet – wohlgeformten Nacken. Ihm näherte sich sein Kopf, leicht zur Seite geneigt, beide spürten sogleich wachsende Strahlung dichter zu einander kommender Körper. Und ihr entwuchs eine erwartungsvolle Spannung, wobei die Berührung seiner Lippen eine zweite Welle des süssen Schauers in ihr hochriefen, den ersten überlagerten und ihr damit nochmals grössere Verzückung bereiteten. Einem ersten Gefühl, das die feinen Härchen ihrer Haut aufrichtete, folgte nun eine kraftvolle Welle ausgehend vom Nacken, einer sonst bedeckten Stelle. Diese erfasste alle Muskeln in ihrem Körper: Kein Zucken, sondern ein gleitendes Anspannen von den Schultern aus.

Als dieser feine, liebliche Strom Waden und Fussflächen erreichten, liess sie innerlich zu, dass die sperrende Spannung aus den ersten Momenten sich bedächtig verflüchtigte. Skepsis und auch Angst, worauf sie sich wirklich eingelassen hatte, die Lucia in Form eines unterschwelligen Widerstandes in sich stehen, jedoch bald ableben liess. Einerseits welche ungenehmen, weil vielleicht unerwünschten Erlebnismomente sie zu gewärtigen hatte, andererseits, ob sie seiner wohl aufrichtigen und vorvollziehbaren Absicht auch mit entsprechendem Vertrauen entgegentreten durfte. Dieses noch fehlende Vertrauen hatte den Ursprung wohl im Leben und ihren Erfahrungen. Oder ganz direkt in sich hineingefragt: Ob sie die angekündigten Zärtlichkeiten auch frei der Gewissheit geniessen konnte, was ihr widerfahren werde, wollte sie sich offen lassen. Ob sie sich geradezu in einen See von lange nicht mehr gespürten Empfindungen fallen lassen konnte, ungeachtet dessen Tiefe und was in ihr damit los kommen konnte, von dort empor steigen würde.

Nun, sie liess es einfach zu, dass er weitermachte. Genau dieses Signal nahm auch seine linke Hand wahr, die inzwischen ihren Oberarm umfasste: Kein leichtes Weggleiten unter seinen Berührungen. Wie ermutigend – nach einem zweitem Kuss auf die gleiche Stelle blies er Luft auf die nun feucht schimmernde Stelle. Sie quittierte nun mit schauderartigem Zucken, einem Frösteln bei Kälte gleich; mahnte das zur Zurückhaltung oder verlangte sie feinfühliges Weitermachen? Seine rechte Hand umfasste dann ihre Haare und führte sie in einer geschmeidigen Bewegung über die Achsel nach vorne. Anschliessend bildeten seine Hände zwei Muscheln über ihren Schultern. Zuvor noch hatten sie sich sacht einen Weg durch die schmalen Ärmel gebahnt. Er mochte ihr kein beengendes Ziehen des Stoffbundes bereiten – alles, was sein Tun, oder das das, was bei ihr ankam, stören konnte, wollte er im edlen Eifer meiden. Feingefühl aus Langsamkeit heraus, während seine Sinne begierig jeder Reaktion entgegen harrten, jede kleinste Regung achtsam empfangend. Er wollte auf jede feine Bejahung seiner Zärtlichkeiten eingehen können und ihr dadurch noch höheren Genuss verschaffen. Eine leicht kreisende Bewegung über ihren Schultern rief in ihm eine Empfindung wach: Auch wenn sie in seinen Augen wunderbar feminin proportioniert erschien, verstärkte genau die maskuline Anmutung ihre Anziehung stark. Diese Frau kann sich schützen, markiert Kraft und Vertrauen in sich selbst. Als er gleichzeitig in sich hinein hörte, regten ihn diese sinnlichen Wahrnehmungen zusätzlich an. Genau genommen verband sich seine Wahrnehmung mit einer Projektion, die ihm sein Vorhaben bestätigte.

„Darf ich deine Bluse öffnen?“ Inzwischen hielt Laurent sie mit seinen Armen fest umschlungen; sie standen sich nun so dicht, dass sein Ein- und Ausatmen den Druck auf ihren Oberkörper verfestigte. Mit durch gestrecktem Rücken fühlte sie auch seinen Bauch, der seine langen Atemzüge stützte. Mithin beruhigend, er schien seinen Trieb wirklich im Griff zu haben, denn auch ihre weiter nach unten reisende Sinnlichkeit stellte fest, dass sein Geschlecht noch kein Ungestüm signalisierte. Also dürfte nächstens keine überschäumende Männlichkeit den ihr sehr genehmen Verlauf beeinträchtigen. Sie bejahte seine Frage schon allein mit eindeutigen Worten ihres Körpers: Sie umfasste seine Arme und zog ihn noch fester an sich heran, so dass sich beider Körperlandschaften noch deutlicher an einander abzeichneten; dabei vermied sie es, Druck auf seine Männlichkeit auszuüben, sie musste und durfte gleichzeitig bester Hoffnung warten, wenn er sich, wie versprochen über die vereinbarte Frist Einhalt gebieten konnte.
Das Anschmiegen, der bestimmte Griff ihrer Hände, ein leichter Zug derselben und ihr prononciertes Anpressen sagten bereits „ja, sicher“, worauf das Wort „gerne“ überzeugend und mit warmer, tiefer Stimme in den stillen Raum entwich. Der Verzug erklärte sich damit, weil sich Ihre Erwartung in der leicht fiebrigen Stimmung hitziger entwickelte, den Verheissungen seiner ersten Berührungen geradezu freudig entgegen eilte. Jedoch gestand sich Lucia ein, dass sein Mann im Mann nicht zu fest ermutigt sein wollte: Eine zu forcierende Ausdrucksweise beschleunigte und unterband möglicherweise ein bedächtiges Ansteigen der Stimmung – damit wahrscheinlich viele liebliche, feine Liebkosungen, die sie nicht missen wollte. Etwas Zurückhaltung sollte Spannung und Eifer aktiviert halten, weil sie sich trotz grosser Neugier und einem schwer einzugestehenden Mass Zuneigung auf etwas eingelassen hatte, dass ihrer tief verankerten Einstellung noch einiges Aufarbeiten abverlangte. Auf sein erstaunliches Ansinnen ging sie erst nach ausgiebiger Diskussion und reiflicher Bedenkzeit ein.

Auch wenn das Aufknöpfen ihre Bluse einige Centimeter über Brust und Bauch vonstatten ging, nahm sie das Nachgeben des Stoffes an ihrer Haut in freudiger Erwartung an. Die sanfte Reibung am BH, vielmehr durch ihn gefiltert an den Seiten ihrer Brüste vermittelten ihr ein angenehmes Kribbeln. Weit weg von dem, wenn Männer Brüste umfassen, sie fest drücken oder gar gleich die Warzen klemmen. Dort war sie noch lange nicht und das kam dem behutsamen Vorgang voll zu Gute. Gefühle, die sie in sich wachsend anerkannte, ihnen mit grosser Sensitivität geradezu entgegensah: Ohne von Enthaltsamkeit zu sprechen, hatte sie sich lange Zeit Lust- und Genussvolles in den Raum zuverlässiger Partnerschaften versprochen, der Hunger danach durfte, musste in ihr darum ungenährt weiter bestehen.
Während er die Bluse vorsichtig über die Stuhllehne legte, zog sie bereits ihren BH aus und warf ihn von sich weg. Bevor sie ihm den Rücken wieder zuwandte, sah sie, wie er ihren Geruch aus dem leichten Baumwollgewebe in sich hinein zog. Hui, das muss viel mehr sein, als der Jagdtrieb gemeiner Männer – eine Entschlossenheit auf dem Boden tiefer Zuneigung. Wie musste er sich verbogen und in einer nagenden Ungewissheit gewunden haben, in der Zeit bis zu ihrem Gespräch und auch, bis sie ihm die Zusage unter den vereinbarten Bedingungen zukommen liess. Das er sie nun ohne BH erblicken musste, erschien ihr beinahe als Prüfung. Doch als er wieder hinter ihr stand, war sie sich seiner sicher: Seine Finger glitten entlang ihres Handrückens, symmetrisch an beiden Seiten bis zum Ellbogen und gingen auf der Unterseite ihre Arme wieder nach unten, um die Handflächen sanft zu streicheln. Woher Laurent seine Künste wohl haben mag – aus Partnerschaften – oder lag es in seinem Wesen: Feingefühl, kreative Kraft, Intuition, Vertrautheit mit dem Äusseren und Inneren einer Frau, diesem bestimmten Ausdruck in seinem Wunsch und auch die offene Klarheit im Vortragen desselben.

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Und als ob dieser Gedanke in Form von bekräftigender Energie auf ihn überging, zog er ihre Arme über ihren Kopf hoch und liess sie sie mit den Händen fixieren. An der Innenseite der Oberarme fühlte Lucia wieder seine Fingerkuppen, kreisenden Bewegungen folgten solche, die seine Finger in noch unbekannte Gebiete führten. An ihren Seiten kamen die ganzen Handflächen zum Einsatz, sicherlich wollte er ein Überreizen, ein Kitzeln vermeiden. Kräftig ergriffen seine Hände ihre Brustmuskulatur und suchten dann den Weg über das Schlüsselbein zum Hals. Vom Kinn her zeichneten seine Finger die Konturen ihres Gesichtes nach. Auch die Ohren wurden einbezogen, wobei er die Läppchen sanft knetete. Die Wellen ihrer Muskelkontraktionen setzten bei beiden Zeichen: sie gefiel sich darin, dass ihr Wunsch nach Integrität nicht verletzt wurde. Mehr noch, wie er es verstand, diese Unversehrtheit so zu belassen und sich allein entlang ihrer Zeichen fortzubewegen. Ein Erobern blieb es im eigentlichen Sinne ja schon, doch bereitete die Manier beiden Seiten, Empfangender und Gebendem grossen Genuss.
Laurent empfand tiefe Genugtuung, weil er es bis jetzt geschafft hatte, einen Einklang beider Willen zu finden – diesem Gleichklang vollen Gehorsam zu entbieten. ,Wage Dich ruhig weiter vor, die Zeit arbeitet gegen mich.’ Nein, seine Hände erkundeten zuerst noch den Rücken, um dann über die Taille ihren weichen Bauch zu streicheln und zärtlich zu massieren. An der Linea alba entlang ging es zwischen den Brüsten hoch zum Brustbein. Wobei sich in der anschliessenden Abwärtsbewegung seine Handflächen von einander trennten und ihre weichen Flanken streiften. Unter ihren Brüsten legte er die Hände flach auf den Bauch und schob sie erneut nach oben, ohne inne zu halten. Ihre Brustwarzen, inzwischen mit Blut gefüllt, bewegten sich hin und her, als die Finger über sie hinweg glitten. Sie füllte ihren Busen mit zusätzlich Luft, das satte Bindegewebe sorgte weiter dafür, dass sich beide schön geformten Mutterberge seinen Händen entgegen reckten. Ohne Missbrauch von ihrer Erregung zu machen, gingen seine Liebkosungen des Oberkörpers weiter, mal ganz sanft, dann wieder kräftig oder abwechselnd. Ihr ward, als ob ihr der Boden langsam unter den Füssen weggezogen würde – wohin treibt er mich noch, hielt sie inne und richtete sich ein letztes Mal auf.
Es ging weiter, langsam öffnete er ihre Hosen, streifte sie nach unten und liess sie alsdann aus den Hosenbeinen steigen. An ihren Oberarmen führte er sie zum Bett, sie setzte sich und wurde von ihm wortlos gewiesen, sich auf den Bauch zu legen – auf einem breiten Bett, von beiden Seiten zugänglich. Sie legte den Kopf auf’s Kissen, vom ihm wegblickend. Diese Abwendung nutzte er, um seine Kleider auszuziehen und ihr zum Bett zu folgen. Während sie noch einen pastellgelben Seidentanga trug, verhüllte ihn nichts mehr. Indes blieb er so geschützt, weil sich der Blick ihres abgewendeten Gesichtes schon bald in einer Fantasiewelt verloren hatte. Dort konkretisierten sich Bilder, Wünsche nahmen Gestalt an, weil das bisher Erlebte längst verschollene und tief verborgene Träume wach geküsst hatte. Das was Jäger und Sammler nie in einer Frau erschliessen, oder was sich ihr nicht eröffnete, weil sie sich ja in einer ganz anderen Welt befinden würde. Eine Welt rein körperlichen Verlangens, sinnlichen Begehrens ohne genügend Platz für universelle Liebe. Nur sie berührt den ganzen Menschen und spricht all sein Wünschen an, entfesselt es und lässt freien Lauf …

Er setzte sich ans rechte Bettende; seine Hände umfassten ihren Mittelfuss, so dass sie sich an seine Berührungen gewöhnte. Er war unsicher, ob sie ihm, falls er sie kitzelte, die Füsse wegziehen würde. Die Zeichnungen seiner Hände legten einen imaginären Verband, zuerst um ihre Füsse, dann um die Waden und abschliessend um die Oberschenkel. Auch dem Oberkörper wurde eine bedeckende Kur kraftvoller Reibungen zu Teil, als habe es gegolten, ihrem Anwärmen über die Haut Vortrieb zu vermitteln. Er leugnete den Wunsch nicht, ihren Brüsten, den weichen Seitenpartien Obulus zu entrichten. Ihm Blieb es erhebend, dass er der ver- und begehrten Frau so nahe kommen durfte; seine Besonnenheit zeigte Ausdauer wie Disziplin und das erfüllte ihn mit Stolz.
Dann suchte er mit der flachen Hand sanft einen Weg unter ihren Bauch, knapp oberhalb der Hüfte. Die angenehme Wärme seiner Hand liess Lucia kurz im Ungewissen, was er wollte. Sie hob leicht ihr Becken an, damit sie seiner Absicht entgegen kommen konnte. Mit beiden Händen, Flächen auf den Oberschenkeln fuhr er unter den schmalen Stoffsteg ihres Slips, spreizte dann die Finger, damit dieser fixiert war und zog ihn cm um cm in Richtung ihrer Füsse. Vor den Knien musste er ihr die Möglichkeit geben, dem Vorhaben Luft zu geben: Das Anziehen der Hemmstrings gab ein Knie nach dem anderen frei. Dann gingen beide Füsse hoch und er zog den Slip über die Zehen weg. Mit Wohlgefallen nahm er dabei die beteiligte Wadenmuskulatur wahr: ,Schön ist einfach, was man mit Liebe betrachtet’. Anatomie und Sinnlichkeit benahmen sich wie Wirt und Parasit. Nur dass sich die Wirtin darin gefiel, in der leichten Veränderung der Mimik Anerkennung zu finden. Eigennutz in Form von mannigfaltigen Zärtlichkeiten wurde ihr zu Teil.
Als Laurent aufstand, drehte sie dem sie kurz Verlassenden den Kopf zu und schaute seiner nackten Rückseite nach. Wie schon die Hose und die Bluse lag nun auch das seidene, ihr letztes Kleidungsstück über der Stuhllehne. Als sie das registrierte, zog bereits seine Vorderseite die Aufmerksamkeit auf sich. Bis jetzt durfte er weder ihre Brüste oder ihre Vulva noch ihren kompletten, unverhüllten Körper ansehen und daraus zusätzliche Antriebskraft gewinnen. Da musste etwas sehr Starkes anwesend sein, das nicht allein einem Trieb entsprang; ja, ihn regelrecht unterordnete! Sein Geschlecht stand so deutlich vom Körper ab, die Vorhaut gab seine fest gespannte Eichel frei. Bei dieser Männlichkeit, mehr deren Bereitschaft, die sie im Moment nicht auf ihre physische Erscheinung zurückführte, wuchs in ihr eine starke Emotion heran – ,doch lass Dich davon nicht überwältigen’: Nicht dass ihr Unterkörper nach alles an ihm verlangte, sondern ihre ungehemmte Bereitschaft, sich auf alles einzulassen, was ihr in den nächsten Minuten zukommen, auch beiden gemeinsam widerfahren werde.
Oh, was wirkte Zeit auf einmal so ambivalent, gleichzeitig weiter zu verlangen und doch mässigend zu geniessen. Doch entgegen ihrer inneren Hingebung verlangte ein unterdrückter Reflex mahnend, dass das Zeitfenster, welches sie ihm abverlangt hatte, ungebrochen und voll auf den Gunstgewinn, vor allem auf die Steigerung ihrer Lust ausgeschöpft werde. ,Mach einfach so weiter, wie bis jetzt, so lange Du kannst, lass mich spüren, wie Du mich wirklich begehrst, und wohin Du mich treiben kannst.’

So deutlich und vor allem hörbar brauchte Lucia das nicht aus zu sprechen, denn er sass bereits wieder neben ihren Füssen, die Hände an ihren Fusssohlen. Er massierte die empfindlichen, erogenen Gebiete des Fussgewölbes. Hier war er wiederum bedacht darauf, keine Irritationen hervorzurufen. Irgendwie trieb ihn ein Verlangen, diese Frau über die ihr bekannten und vertrauten Grenzen hinweg zu tragen – tief ins Innere ihrer Weiblichkeit und zurück in eine ungezügelte Befreiung derselben. Die Fussballen, die Zwischenräumen der Zehen und die Zehen selbst bedachte er mit Aufmerksamkeit, träge fast, damit ihr kein einzelnes Wohlgefühl in der jeweiligen Intensität erspart blieb. Von den Füssen ging’s vorbei über die Waden und die Kniekehlen zu den Oberschenkeln. Die Innenseite ihrer langen Beine verlustierte mit seinen ganzen Handflächen, die gegen einander hoch und wieder zu den Füssen zogen. Als sie für mehr Spielraum sorgte und die Beine leicht öffnete, gab sie wohl ihren Anus und einen Teil ihren Schamlippen preis. Seine Antwort darauf war ein volles Ausnützen des Platzes, ohne jedoch ihren Intimbereich mit einzubeziehen. Ihm war nicht verborgen geblieben, dass ihr Höschen im Schritt feucht war. Das Absetzen von Scheidenflüssigkeit war ihm einfach ein Gunst bekräftigendes Dankeschön.
Die Achtsamkeit, die zuvor genau ausgemacht war, wollte Laurent vorsichtig – auch hinsichtlich seiner eigenen Zügelung – wahren. Die Hände, die nun im Gleichzug beide Beine überfuhren, nahmen Kenntnis davon, dass beide Pobacken beim Heranreisen derselben sich leicht entgegen reckten, eben auch nach Berührung verlangten. In seiner Körpererkundung schloss er gleich ihren Rücken mit ein. Faszinierend schön, anziehend, anmutig und im Ausdruck ihres leise schwebenden Körpers ermutigend, verstärkte der Anblick ihrer ganzen Rückseite die über Monate gewachsene Attraktivität. Wenn Lucia ihm oder später jemand anders die schwindende Zurückhaltung, ihr Befinden oder einzelne Gefühle hätte beschreiben müssen, hätte sie in einem sensuell ausgerichteten Wortschatz nach Begriffen ringen müssen. Einem Orchester gleich, wo ein einzelner Musiker Register um Register wechselte und seine Virtuosität an jedem neuen Instrument unter Beweis stellte. Eine Sinfonie von Tönen und Lauten, die nur im Körper schwingend spürbar musizierten. Die Partitur las sich von einer unsichtbaren Partitur; nur wer mit dem Herzen spielt wüsste sie auch lesen. In der heran wachsenden Begierde, wiegend, drohte ihr ganzes Vorstellungsvermögen zu implodieren; sie wollte nur noch unter seinen Bewegungen dahin schmelzen und wegschweben.
Als sie ihn nun über sich fühlte, Energie in Form von Wärme und Anziehung spürte, beschenkte sie ein neuer Eindruck. Sein Glied, genauer die Eichel setzte dort fort, was die Hände und Finger bereits erobert hatten. Und etwas Neuartiges kam hinzu: Überall wo seine Reise durchging, drang Kühle in ihre Haut ein, weil eine nasse Spur zurück blieb. Auch sie verlor Flüssigkeit; er jedoch setzte die seine geschickt im Spiel um ihre Gunst ein. Wenn er wüsste, wohin er sie bereits getrieben hatte. Wie viele Minuten sie noch von der Limite trennten, wurde nebensächlich – wahrscheinlich hatten sie sie schon deutlich hinter sich gelassen. Ihr allein widmete er sich und gönnte jeder kleinsten Hautpartie seine Zuwendung. Auch wenn sie sich sicher war, dass sie sich mit ihm vereinigen werde, wollte sie den ansteigenden Weg nicht abkürzen. Er würde so steiler, die Energien schneller abgebraucht und dieses Fest gemeinsamer Zeit und Freuden viel zu früh enden. Wahrscheinlich sollten wichtige Inhalte von spiritueller Ausprägung ungekostet und Körperbetontes dominant bleiben. Spiritueller Sex, was soll das und wozu?!

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