Geborgenheit – wie die meine, so die Deine, heilig einerlei …

Mit Geborgenheit in die Intimität eintauchen – oder mittels Intimität in Geborgenheit eingehen: damit ist nicht gemeint, dieselbe in einer sich vertiefenden Beziehung zu einem anderen Menschen zu finden. Sondern in der Beziehung zu oder mit sich selbst, denn nebst einigen anderen Grundempfindungen duldet Geborgenheit keine Abhängigkeiten, und findet Bedingung für sich nur in sich selbst. Was bedeutet, dass latente Emotionen ins Bewusstsein „hinauf“finden dürfen und wir es zulassen, Gefühle wahr werden zu lassen, um ihnen sodann gewahr zu werden.
Ohne zu fürchten, in irgendeiner Form verletzt zu werden. Fern der Angst, an Situationen erinnert zu werden, die dann zumal Verwundungen zurückliessen. Auch frei von schützenden Masken und ohne dem Rollenspiel zugeschicktem Verhalten. Was zusätzliche Energie verschafft, im nun grenzenlos erscheinenden Raum des Vertrauens und in einer, in der abgelegten Kindheit verschollen geglaubten Vertrautheit Einlass zu erhalten. Offen, frei und neugierig – weit ab in einem ganz anderen Spiel, wo nichts Fremdes Besitz beansprucht oder Macht daran/davon ergreift.
Nicht allein Gefühle nehmen Platz, zeigen sich jetzt ungezwungen, auch ein Verlangen, fast schon ein unverhohlenes Begehren einer meist stillen, oder verstummten Stimme: Gib dir mehr davon, tauch hinein und finde ganz nah zu dir, zu all dem, was nur zu dir gehört und dich ausmacht. Und koste aus, was sich meist in mangelnder Musse als auch Gelegenheit erschöpft, nun jedoch unerschöpflich bleiben darf. Umstände, die uns allenthalben in rauschsuchendem Gebahren verlieren lässt. Doch wesentlicher, Grund für derartiges fehlt, und eröffnet uns neuen Hain: wo wir sorglos vor uns hinblicken und von nichtsem gescholten unser freies Wesen ziehen lassen können. Und das Herz jubiliert, schlägt heiter und führt indes frisches, mit Glückshormonen angereichert, Blut dorthin , wo sich Aufregung und Erregung mischen und unter einander Fröhliches treiben. Und alles an und in dir drin wird sich selbst, ungezwungen, ohne Einschränkung und Ausgrenzung.
Wo alle Bedingungen aus dem Aussen wegfallen, fällt es leicht, alles in der Mitte zusammen zu führen und so, wie es ist, anzunehmen. Und kein Schatten trübt das Licht, das zart alle Nuancen leuchtet, sie umgreift, nun auch deren Herkunft im Schein zu deuten. Kontakt zu feinsten Momenten, die unser Dasein ausmachen, sich von nun an austauschen, mit allem, das sich innerhalb und auch ausserhalb unserer selbst eingefunden hat – natürlich in eben dieser Geborgenheit!

Dankschön Katharina, für einen unverbrauchten Begriff, der durchdacht und tief erfühlt eine weite Welt eröffnet, verborgen geborgen …

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